(09876) 978797 info@tennishalle-rohr.de

20160710_202823 Zum Saiosonabschluss musste unsere 1. Knabenmannschaft gegen den tabellenvierten den TSV Lichtenau ran. Der kleine Ort im Herzen des mittelfränkischen Rangau verfügt nicht nur über einer der ältestesten Privatbrauereinen Deutschlands, sondern auch über eine mittelalterliche Bastion der Nürnberger Kaiserstadt. An diesem heißen Sonntag machten sich die tapferen Ritter des Ordens des TSV Rohr auf, um die gegnerische Festung einzunehmen; sprich die Ritter des TSV Lichtenau in einer Hitzeschlacht zu besiegen.

Die Truppen des TSV Rohr gingen wie folgt in Stellung:

  1. Ritter Luis Fehrenbach
  2. Ritter Sir Sebi der Windsbacher
  3. Knappe Yanni Leuthold
  4. Ritter Nico Straußberger aus dem Schwabachtal

Unsere größter Ritter Nico Straußberger (LK22) hatte es mit dem voll fokussierten und ein Jahr jüngeren Luis Huschenbett (LK23) zu tun. Nico durfte gleich als erster an den Start. Bei 30 Grad im Schatten, der leider gänzlich fehlte zeigte Nico von Anfang an konzentriertes Tennis. Sein Gegner Luis war aber hochmotiviert Nico an diesem Tag zu schlagen. Mit 4:6 gewann der Spieler aus Lichtenau den ersten Satz. Obwohl die Hitze immer größer wurde und Nico zusätzlich seinen Ritterhelm in der heimischen Burg vergessen hatte, konnte er im zweiten Satz aufgrund seiner schönen Technik auf der Vorhand Slice mit 6:2 gewinnen. Auch der ihm von Barde und Minnesänger Dirk vom Rhein angebotene Ersatzhelm wollte unser Protagonist nicht überziehen. Es musste also der Matchtiebrak die Entscheidung in diesem Duell bringen. In der Satzpause vor dem Tie Break stellten sich nochmal alle unsere Ritter im Kreis zusammen und Heerführer Luis hielt eine kurzfristig einberaumte Lagebesprechung direkt auf dem Schlachtfeld ab. Nico, der sich zwar vor Erschöpfung schon krümmte, konnte dank seines elektrolythaltigen Zaubereistees 😉  wieder zu Kräften kommen und gewann den Matchtiebreak knapp mit 10:7. Herzlichen Glückwunsch Nico zu deiner tollen Leistung. Probiers doch mal mit Zauberapfelschorle und du wirst sehen, du kannst deinen Schläger noch besser führen. 🙂IMG_6038

Unser Knappe und Nachwuchsritter Yanni Leuthold (LK22) durfte mit dem zwei Jahre älteren und super sympatischen Heerführer der Gegner Jonas Treiber (LK23) den Kampf um den Sieg austragen. Beide Kontrahenten verfügen über eine sehenswerte Technik. So konnte man sich schon im Vorfeld auf ein tolles Match freuen. Yanni, der wieder mal beschützt mit dem Ritter zur Linken Sir Sebi und dem Ritter zur Rechten Luis, auf dem Platz dazwischen sein Match absolvierte, begann motiviert und stark. Angespornt von den Älteren spielte Yanni, der am Vortag die Schlacht zu Peteresaurach gewinnen konnte, zum Teil traumhalte Stopps. Diese machten dem Gegner bei der Hitze sehr zu schaffen. Trotzdem konnte unser Ritter in Ausbildung den ersten Satz nicht gewinnen. Mit 4:6 ging dieser an Ritter Jonas. Auch im zweiten das gleiche Bild. Yanni spielte toll aber auch hier ging der Satz mit 4:6 verloren. Trotzdem super gemacht Yanni. Hast alles gegeben und es war ein super Match. 😉

Unser einziger adeliger Ritter mit blauem Blut – äh Rüstung, Sir Sebi der Windsbacher (LK 20), hatte es mit dem ein Jahr älteren und ihm aus der Ritterschule bekannten Andre Roth (LK21) zu tun. Sebi zeigte von Anfang an, dass er als einziger Legionär in der Rohrer Truppe in seiner Leistung nicht nachstehen und einen Sieg zum Gesamterfolgt beibringen will. Mit 6:1 ging der erste Satz nach tollem Grundlinienspiel von Sir Sebi an den Orden des TSV Rohr. Auch im zweiten ließ der sympatisch/ehrgeizige Sprössling aus altem Windsbacher Adelsgeschlecht 😉 dem Gegner keine Chance. Bum Bum. Mit 6:0 ging auch der Durchgang glatt an Rohr. Sehr gute Leistung Sebi. Trotz der Hitze hast du alles richtig gemacht. 🙂

Unsere Nummer eins Ritter Luis Fehrenbach vom Regelsbach (LK 20) durfte sein Können mit dem gleichaltrigen Lokalmatador Florian Hirsch (LK 20) messen. Luis, der erst in der Nacht zum Sonnabend noch einen sehr heftigen Kampf mit dem Ritter der Erdnuss austragen musste und gewann, ging trotz blasser Nase unterm Visier hochmotiviert in das Match. Mit harten Treibschlägen auf der Vor- und Rückhand ließ er seinem Kontrahenten nicht die Spur einer Chance. Mit 6:0 ging der erste Satz an den Sohn eines rheinländischen Einwanderers und einer echten Mittelfränkin. Auch im zweiten ließ Luis dem heimischen Florian keine Möglichkeit sein eigenes Spiel zu entfalten. Mit 6:0 ging auch dieser Satz an Luis. Dobro Luis. Respekt. Du bist echt ein harter Typ. 😉

Nachdem es nun nach den Einzeln 6:2 stand, musste mindestens ein Doppel her, um den Sieg nach Rohr zu tragen. Unsere Ritter sind der Jahre zwar noch jung, sie zählen nur wenige Lenze, aber im Kampf bereits sehr erfahren. Also enschieden sie sich zum Erstaunen der mitgereisten Landsknechte, nicht nur ein Doppel stark zu machen, sonden gleich beide gewinnen zu wollen.

Sebi und Yanni im Einserdoppel gegen Andre und Luis Huschenbett und Luis Fehrenbach und Nico im zweier gegen Jonas und Ersatzmann Tim, nachdem Florian nach der Niederlage im Einzel gegen Luis sich hat auswechseln lassen.

Mit 6:2 und 6:3 gewannen Luis und Nico ihr Doppel. Zwischenzeitlich sah es zwar kurz danach aus, dass Ritter Nico die Kräfte verlassen würden, aber nach einem kräftigen Schluck warmen Zaubereistees war die Welt für unseren Prinz Eisenherz an diesem Tag wieder in Ordnung. Auch Sebi und Yanni gewannen ihr Doppel nach hartem Kampf mit 6:4, 4:6 und 10:5.

Herzlichen Glückwunsch an alle vier Jungs die bei allen Kreuzügen im Jahr 2016 der modernen Zeitrechnung,  für ihre Truppe furchtlos in den Kampf gezogen sind.

Anschließend wurde der Sieg im Lager der gegnerischen Truppen noch mit reichlich Pizza und Spezi mit den sehr, sehr netten Lichtenauer Nachwuchsrittern und Betreuern gefeiert. So schön kann Tennis sein, wenn man als Mannschaft über die einzelnen Dekaden zusammengewachsen ist.