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Nachdem unsere Herren 30 sowohl in der vergangenen Winter- und Sommerrunde Tabellenschlusslicht waren, machten sich Teile der Mannschaft unterstützt von A.B. aus R. auf den Weg zum Gardasee, um top vorbereitet in die nächste Sommersaison zu starten und die Negativserie zu beenden. Die Anfahrt im chicen marineblauen Mannschaftsbus wurde aufgrund der lange Zeit erfolglosen Suche nach Schafkopfkarten („bayerisches Blatt“) fast zum Fiasko, als A.S. im Bleistift in Kiefersfelden im Grenzgebiet doch noch das letzte Bayerische Blatt in Deutschland ergattern konnte.

Bei der Ankunft im Sporting Hotel Riva war das Erstaunen groß. Statt der bestellten 23 Grad und Sonne wurden wir mit 10 Grad, Nieselregen und 100 % Regenwahrscheinlichkeit überrascht. Nichtsdestotrotz starteten unsere Herren gleich ihr Trainingsprogramm. Danach konnte die ausgezeichnete Küche des 4-Sterne Hotels erstmals in Anspruch genommen und erste Grappa Spezialitäten (Stravecchia und Veccio Romano) getestet werden.

Am nächsten Tag standen 8 Stunden schweißtreibendes Training auf dem Trainingsplan, der von F.L. und A.B. individuell auf die Stärken und Schwächen eines jeden Einzelnen abgestimmt und in minutiöser Kleinarbeit aufgestellt wurde. Die Entspannungsphase im Spa-Bereich wurde durch grobmotorische und unkontrollierte Aufguss-Einlagen schnell beendet. Erst nach dem Gourmet-Abendessen war wieder alles chic. Beim Genuss von Rum Brugal aus der Dom Rep kamen kurzzeitig karibisches Flair auf.

Am Tag 3 fiel die 8 Uhr Trainingseinheit dem Wetter zum Opfer. Unser Bergführer entschied kurzerhand, dies mit einem Berglauf zur Kapelle St. Barbara auf dem Monte Oro zu kompensieren. Nachdem der Anfang gefunden war, ging es den Anstieg auf den Spuren Reinhold Meßners ohne zusätzlichen Sauerstoff vorbei an der Bastillion im Höllentempo hinauf. Ausreißer F.L. erklamm die Kapelle im Rekordtempo und gewann somit die Bergwertung souverän. F.B. und A.B. beendeten die Tour kurz vor der Kapelle bei herrlichem Blick über den Gardasee. Mit erheblichem Rückstand erreichten auch A.S. und A.B. das Ziel. Nach dem Abstieg genehmtigte sich unser Team ein wohlverdientes Hopfenkaltgetränk in der Bastillion.

Bei der Nachmittagseinheit waren die schweren Beine aufgrund der hohen Trainingsintensität deutlich zu sehen. Unsere 30er versuchten nach dem Vorbild von Rugby Spielern ihre Beine durch mehrminütige bzw. mehrsekündige Eisbäder kombiniert mit Saunagängen zu reaktivieren. Allerdings nur mit mäßigem Erfolg. 😉 Am Abend kam es zum großen Show-Down am Karteltisch. Nach der verheerenden Niederlage am Vortag versuchten F.B. und A.B. Schadensbegrenzung zu betreiben, um ihre Verluste zu minimieren. Dank einer notwendigen Regeländerung, mehreren Flaschen Wein, gewissen Diskussionen um die Voraussetzengen fürs Legen und einem kurzen Wutanfall gelang es tatsächlich die Verluste auf wenige Euro zu begrenzen. Die Gewinne werden jedoch nicht saldiert ausbezahlt, sondern zur Finanzierung einer Grillfeier eingesetzt.

Am letzten Tag gaben unsere Recken mittlerweile bei traumhaftem Wetter nochmals alles und mobilisierten die letzten Kraftreserven. Früh und morgens wurde nochmals intensiv an der Technik gefeilt. Sportskanone F.L. Streute noch einen mehrstündigen Mountain-Bike Ausflug ein. Die sportwissenschaftliche Auswertung des Trainingslagers wird im Nachgang  aufgrund der Aufzeichnugen der I-Watch erstellt.

Den letzten Abend ließen unsere 30er gemütlich an der Bar ausklingen. Es war deutlich festzustellen, dass der Zahn der Zeit auch an unseren Spielern nagt. Während beim letzten Ausflug an den Gardasee vor drei Jahren noch tägliche Ausflüge in die Disco Hollywood auf der Agenda standen, fand das Nachtleben am See dieses Jahr komplett ohne unser Team statt.

Auf der Heimreise wurde unserem Trupp fast die Einreise in die Bundesrepublik verweigert. Als potenzielle Schleuserbande eingestuft, bedurfte es einiger netter Worte von A.S. um den Bundesgrenzer zu besänftigen und die Rückreise zu ermöglichen.

Fazit des Traingslager: 20 Stunden Tennis, Monte Oro bestiegen, Viel Spaß, erfolgreiche Rückreise und somit alles chic 😉